Die 5 wichtigsten Funktionen des Summer’22 Release aus Sicht eines Salesforce-Experten  

4 Min.Aktualisiert: 13.03.2025
Die 5 besten Funktionen des Summer’22 Release aus Sicht eines Salesforce-Experten
Alexander Sitnik
Autor

Salesforce Senior Developer

Alexander Sitnik

Warten Sie auf das neue Salesforce-Release? Das Sommer-Release erscheint demnächst, am 12. Juni. Unser Salesforce-Experte hat die 5 besten Funktionen und Updates des bevorstehenden Releases ausgewählt. Alle Neuerungen finden Sie in den Versionshinweisen zum Sommer-Release.

Die Updates sollen durch eine verbesserte Benutzererfahrung die Nutzung und Konfiguration von Salesforce vereinfachen und erleichtern. Sehen wir uns an, was die Verbesserungen des neuen Releases außerdem bieten.

Funktion Nr. 1: Benutzerdefiniertes Adressfeld (Beta)

Die Adresse wird als benutzerdefiniertes Feld verfügbar sein, allerdings als Beta-Service. Bevor Sie diese Funktion nutzen, sollten Sie sich wahrscheinlich die Anforderungen und Einschränkungen des benutzerdefinierten Adressfelds ansehen. Beispielsweise verwendet die Adresse als benutzerdefiniertes Feld die Auswahllisten State und Country. Standardmäßig sind alle Länder, Territorien, Bundesstaaten und Provinzen für Benutzer sichtbar. Sie müssen zuerst die Auswahllisten State und Territory konfigurieren, um das neue Feld nutzen zu können.

Die wichtigsten Vorteile: Im Salesforce-System gibt es derzeit nur ein Standardadressfeld. Dieses zusammengesetzte Feld enthält Angaben wie Land, Straße, Postleitzahl, Breitengrad und Längengrad in einer lesbaren Form. Ein entsprechendes benutzerdefiniertes Feld ließ sich bisher nicht erstellen; stattdessen mussten Felder für Land, Postleitzahl, Straßen, Städte usw. einzeln angelegt werden. Felder für Land, Postleitzahl, Straße, Stadt usw. können Sie nur separat erstellen.

Salesforce Einstein-Symbol vor weiß-blauem Hintergrund

Funktion Nr. 2: Themenlisten im Lightning App Builder anpassen und filtern

Nach Dynamic Forms, Actions und Interactions hat Salesforce nun endlich auch Related Lists hinzugefügt. Jetzt lassen sich benutzerdefinierte Themenlisten erstellen. Filtern Sie die Listen so, dass sie nur angezeigt werden, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Die wichtigsten Vorteile: Kunden wünschten sich immer wieder, nicht die gesamte Liste der zugehörigen Datensätze anzuzeigen, sondern nur die Datensätze, die ein bestimmtes Kriterium erfüllen. Beispielsweise sollten offene und geschlossene Kundenvorgänge eines Accounts jeweils separat angezeigt werden. Ich musste dafür zusätzliche Pakete von AppExchange installieren und konfigurieren. Eine native Funktion gab es also nicht.

Funktion Nr. 3: Auswahllistenwerte gesammelt verwalten (Beta)

Bisher ließ sich jeweils nur eine Auswahlliste bearbeiten. Jetzt können Sie mehrere Werte benutzerdefinierter Auswahllistenfelder auf einmal löschen, aktivieren, deaktivieren oder ersetzen. Wählen Sie in Advanced Picklist Values Management mehrere Werte aus und verwenden Sie die entsprechende Schaltfläche in den Abschnitten Values und Inactive Values. Beachten Sie jedoch, dass die Funktion nur für benutzerdefinierte Auswahllisten mit vordefinierten Werten verfügbar ist.

Die wichtigsten Vorteile: Für Administratoren wird es komfortabler. Bisher musste zum Löschen oder Deaktivieren jede Zeile einzeln angeklickt werden. Bald lassen sich viele Werte auf einmal löschen oder deaktivieren.

Funktion Nr. 4: Personenaccounts ohne Kontaktaufnahme mit dem Salesforce Support aktivieren

Sie müssen den Salesforce Support nicht mehr kontaktieren, um Personenaccounts zu aktivieren. Speichern Sie jetzt Informationen über eine Person in einem Datensatz, der bei Bedarf als Account fungieren kann. Aber Achtung: Personenaccounts lassen sich nicht deaktivieren. Sie können Personenaccounts aktivieren, nachdem Sie alle erforderlichen Schritte abgeschlossen haben.

Die wichtigsten Vorteile: Um einen Personenaccount zu aktivieren, musste man bisher den Salesforce Support anschreiben, was mit einer gewissen Wartezeit verbunden war. Jetzt können wir das schnell selbst erledigen.

Salesforce Einstein-Symbol in einer dunkelblauen Rakete vor weiß-blauem Hintergrund

Funktion Nr. 5: Drittanbieterintegrationen mit Light DOM ermöglichen

Es wird einfacher, Ihre Komponenten an Ihr individuelles Markendesign anzupassen. Mit Light DOM können Drittanbietertools das DOM durchlaufen und dabei die standardmäßigen Abfrage-APIs des Browsers nutzen. All das funktioniert, ohne die Shadow Root zu durchlaufen. Das Markup der Komponente wird an das Host-Element angehängt statt an dessen Shadow Tree. Beachten Sie, dass Salesforce davon abrät, diese Funktion bei der Arbeit mit sensiblen Daten einzusetzen.

Die wichtigsten Vorteile: Die Arbeit mit LWC unter Verwendung von Drittanbieterbibliotheken wird jetzt einfacher.

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